Den richtigen Rucksack fürs Backpacken zu finden ist keine leichte, aber sehr wichtige Aufgabe. Auf Welterkundung ist der Reiserucksack stetiger Begleiter, wichtigster Ausrüstungsgegenstand und manchmal das einzige Stückchen Privatsphäre, das man besitzt. Ist er unbequem und unpraktisch in der Handhabung kann das viele (unnötige) Nerven kosten. In diesem Artikel klären wir, auf was man beim kauf achten sollte und welche 6 Backpacker Rucksäcke besonders zu empfehlen sind.

Direkt zu den 6 besten Backpacker-Rucksäcken:

Rucksack Tatonka Yukon blau
Top 3 Trekking-Rucksäcke
Bach Overland Reiserucksack
Top 3 Koffer-Rucksäcke

Wie finde ich den richtigen Rucksack für mich?

Wer auf der Suche nach einem Reise-Rucksack ist, kann sich schnell im Angebotsdschungel verlieren. Es ist zunächst wichtig zu wissen, was man vorhat und wie hoch die Ansprüche an den neuen Reisebegleiter sein sollen. Davon hängt die Wahl des passenden Modells und der richtigen Größe ab. Wir haben nachfolgend die wichtigsten Kriterien zusammengetragen, um dir bei der Wahl zu helfen. Wer einen Rucksack hauptsächlich für ausgedehnte Wander-Touren sucht, findet im speziellen Trekkingrucksack-Vergleich mehr Empfehlungen.

Wichtig: Man sollte den Rucksack zur Probe packen und mit realem Gewicht am besten zu Hause und in Ruhe testen. Nur so kann man feststellen, ob auch wirklich nichts drückt.

Was muss ein guter Reiserucksack leisten?

Auch wenn die speziellen Anforderungen durch Reiseland und Reisestil variieren können, gibt es dennoch ein paar Features, die jeder Backpacker Rucksack erfüllen sollte:

Der Backpacker Rucksack…

  • muss sehr robust und strapazierfähig sein, um während des oft ruppigen Transports nicht kaputt zu gehen
  • muss praktisch und übersichtlich aufgebaut sein (sodass man schnell an seine Sachen gelangt)
  • sollte wasserdicht sein bzw. eine Regen- und Schutzhülle haben
  • sollte sich angenehm und leicht tragen bzw. transportieren lassen
Backpacker Rucksack

>> Backpacker Rucksäcke müssen beim Transport oft einiges Aushalten.

Wie groß sollte der Backpacker Rucksack sein?

Die grundsätzliche Empfehlung: Je kleiner und leichter der Rucksack ist, umso unbeschwerter lässt es sich Reisen! Aber natürlich muss man einige Sachen einfach dabei haben und so gibt es eine “magische“ Untergrenze von ca. 40l. Ist man länger als ein Wochenende weg, wird man kaum mit weniger Volumen auskommen. Ob man dann aber zwei Wochen oder ein Jahr unterwegs ist, macht bei der Rucksackgröße keinen wirklichen Unterschied. Viel entscheidender ist, was man vorhat; der Reisestil und das Zielland.

Das Volumen hängt vor allem von folgenden Kriterien ab:

  1. Geschlecht
    Männer sollten 65-80 Liter Rucksäcke wählen.
    Frauen sollten 50-65 Liter Rucksäcke wählen.
  2. Reiseland und Wetter
    Bei kalten Wetter braucht man mehr und dickere Kleidung und daher mehr Platz im Rucksack
  3. Unterkunft (z.B. Camping oder Hostel)
    Hat man vor zu Campen, muss man gleich einen ganzen Berg mehr Ausrüstung mitschleppen. Zelt, Schlafsack, Isomatte, evtl. Kocher usw. Hier sollte man einen Rucksack im oberen Volumen-Bereich wählen.
Rucksack Größe

>>Die Wahl der richtigen Größe ist auch für den Tragekomfort entscheidend.

Unser Tipp:
Normale Backpacker werden mit einem Volumen von ca. 65 Litern (Männer) bzw. 55 Liter (Frauen) auch in kühlen Regionen locker auskommen. Erfahrene Minimalisten, die in warmen Ländern unterwegs sind und nicht campen, können auch mit jeweils 10 Liter weniger klar kommen oder nur mit Handgepäck reisen. Toll sind Rucksäcke, bei denen sich das Volumen erweitern lässt (oft +10L). So bekommt man auch die Souvenirs noch rein!

Wichtig: Rucksäcke können auch zu groß sein! Unkontrollierte Packwut kann einem nur dann widerfahren, wenn man zu viel Stauraum hat. Andererseits kann man einen nur zu Hälfte gefüllten Rucksack nicht vernünftig packen, worunter der Trage- und Handlingkomfort deutlich leidet.

Typ Kofferrucksack oder Typ Trekkingrucksack für die Reise?

Klassischer Trekkingrucksack

Trekkingrucksäcke
Wenn wir an einen großen Rucksack denken, dann zumeist an einen klassischen Trekkingrucksack. Diese, oft schlank und ergonomisch geschnittenen Rucksäcke, sind vor allem fürs Wandern (mit Zelt) entwickelt. Das heißt, sie sind darauf hin optimiert, mittelschwere bis schwere Lasten möglichst leicht und ermüdungsfrei über längere Strecken zu transportieren. Wer während seiner Reise Wander- oder Selbstversorger-Etappen einplant und sein Gepäck über längere Zeit auf dem Rücken tragen möchte, braucht einen Rucksack mit durchdachtem Tragesystem.

Klassischer Reiserucksack

Kofferrucksäcke
Während Trekkingrucksäcke vor allem fürs Wandern mit schwerem Gepäck ausgelegt sind, bieten diese Reise-Begleiter einen Kompromiss zwischen den Vorteilen eines Rucksacks und eines Koffers. Sie haben ein Tragesystem wie ein Rucksack, verzichten aber auf massenhaft Gurte und Riemen zum Einstellen. Das ist beim Transport im Flieger und anderen öffentlichen Verkehrsmittel auf Reisen ein echter Vorteil. Dank eines umlaufenden Reißverschlusses kann man sie vollständig aufklappen. So lassen sie sich wesentlich übersichtlicher packen und im Hotelzimmer kommt man komfortabel und schnell an seine Sachen, ohne alles durchwühlen zu müssen. Außerdem haben viele Kofferrucksäcke gleich noch einen Daypack dabei.

Unser Tipp:
Ein Kofferucksack empfiehlt sich für alle, die nicht vor haben, mit ihrem Rucksack (lange) Trekkingtouren zu machen oder campen gehen wollen. Bleibt man hauptsächlich in Hotels oder Hostels und nutzt öffentliche Verkehrsmittel, überwiegen klar die Vorteile dieses Modells.
Sucht man einen Rucksack für alle Eventualitäten; hat man vor damit mehrere Tage zu wandern oder plant insgesamt einen etwas abenteuerlichen Reisestil (z.B. Trampen), empfiehlt sich auf jeden Fall die Wahl eines Trekkingrucksacks. Mittlerweile haben viele Trekkingrucksäcke auch große Frontreißverschlüsse. Damit sind sie zwar nicht ganz so praktisch wie Kofferrucksäcke, aber auch kein „schwarzes Loch“ mehr für Klamotten.

Unsere 6 Backpack-Empfehlungen

Die 3 besten Trekkingrucksäcke im Test

Details und Bewertung der Rucksäcke im Vergleich

Quechua Symbium

  • Vorteile:
    • großer Front Reisßverschluss
    • gute Verarbeitung
    • abnehmbares Deckelfach mit Kartentasche
    • 10 Jahre Garantie
  • Nachteile:
    • gutes Tragesystem aber mit Schwächen bei hohen Lasten (20-25kg)
  • Der Quechua Symbium ist vielleicht nicht der schönste Trekkingrucksack, aber im Preis-Leistungsverhältniss ungeschlagen. Viele Extras und gutes Tragesystem. Für Gepäck bis 20kg auf jeden Fall zu empfehlen! Auch als Frauenmodell erhältlich.
  • Unsere Bewertung:

    Preis/Leistung 95
    Tragekomfort 80
    Qualität 90
    Gesamt 88

Tatonka Yukon

  • Vorteile:
    • große Frontöffnung mit innovativem RV-System
    • gute Verarbeitung & stabiles Material
    • Extras (Erste-Hilfe-Fach, Regenhülle,…)
    • gute Lastkontrolle bis 25kg
  • Nachteile:
    • gute Polsterung sitzt optimal am Rücken, wärmt aber auch entsprechend
  • Ein hochwertiger Alleskönner mit fairem Preis-/Leistungsverhältnis. Der Tatonka Yukon ist idealer Begleiter für Reisen, Trekkings und Touren jeder Art. Für Backpacker-innen gibt es den Rucksack als Frauenmodell Isis.
  • packliste_iconUnsere Empfehlung!

    Preis/Leistung 95
    Tragekomfort 90
    Qualität 90
    Gesamt 92

FjällRäven Kajka

  • Vorteile:
    • optimale Einstellmöglichkeiten
    • stabiles, leichtes Gehäuse
    • robustes Material & stabile Verarbeitung
    • viele Extras (Frontöffnung, Wäschenetz,…)
    • für alle Traglasten bis ca. 25kg
  • Nachteile:
    • Qualität, die ihren Preis hat
    • relativ schwer
  • Schnörkellos und genial. Ob für lange Trekking- oder Interrail-Touren: Der Fjällräven Kajka ist ein Reise-Begleiter fürs Leben. Gibts auch als Frauenmodell!
  • Unsere Bewertung:

    Preis/Leistung 80
    Tragekomfort 95
    Qualität 95
    Gesamt 90

Die 3 besten Kofferrucksäcke im Test

Details und Bewertung der Rucksäcke im Vergleich

Osprey Farpoint

  • Vorteile:
    • gut verarbeitet
    • Daypack mit 15″ Laptopfach.
    • sehr leicht
  • Nachteile:
    • recht einfaches Tragesystem
    • Rückenlänge nicht verstellbar
    • keine Regenhülle
  • Der Osprey Farpoint ist ein einfacher aber anständiger und gut verarbeiteter Backpacker Rucksack der seinen Zweck erfüllt. Das einfache Tragesystem ohne Rückenverstellung eignet sich zwar nicht für lange Märsche mit schwerem Gepäck, doch wer das nicht vorhat, ist mit diesem Reise-Rucksack gut beraten.
  • Unsere Bewertung:

    Preis/Leistung 80
    Tragekomfort 65
    Qualität 80
    Gesamt 75

Bach Overland

  • Vorteile:
    • Front lässt sich vollständig öffnen
    • super Verarbeitung und sehr stabiles Material
    • inkl. anklippbarem 25l Daypack
    • super Tragesystem auch für schwere Lasten
  • Nachteile:
    • keine Regenhülle
  • Wer einen hochqualitativen und langlebigen Reiserucksack sucht, der ist beim Bach Overland absolut an der richtigen Adresse. Zugreifen! 30 Jahre „auf dem Buckel“ können nicht lügen!
  • packliste_iconUnsere Empfehlung!

    Preis/Leistung 85
    Tragekomfort 95
    Qualität 95
    Gesamt 92

Deuter Traveller

  • Vorteile:
    • gut verarbeitet
    • top Tragesystem
    • Daypack mit Trinksystemhalterung
    • Volumen über Reißverschlussbalg um 10L erweiterbar
  • Nachteile:
    • relativ schwer
    • keine Regenhülle
  • Der Deuter Traveller ist ein sehr komfortabler, großer und gut verarbeiteter Reiserucksack mit cleveren Extras. Er könnte zwar etwas leichter sein und eine Regenhülle haben. Insgesamt ist er aber jedem Backpacker zu empfehlen! Auch als Frauenmodell erhältlich.
  • Unsere Bewertung:

    Preis/Leistung 90
    Tragekomfort 90
    Qualität 90
    Gesamt 90

Weitere Rucksäcke im Test