Finde die passende Reisekamera für deinen Urlaub

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Reisekamera-Test | Welche Kamera passt zu mir?

Die Qual der Wahl

Die richtige Digitalkamera für eine Reise oder den Urlaub zu finden kann ganz schön kompliziert werden. Das Überangebot an verschiedenen Systemen, Modellen und Ausstattungsvarianten ist schon eine Herausforderung für sich. Hinzu kommen noch reise-spezifische Anforderungen. Ist die Kamera robust? Kann ich damit auch unter Wasser fotografieren? Leistet sie auch alles, was ich brauche? Jeder hat hierbei andere Gewichtungen und oft ist es schwierig mit Produktbeschreibungen allein das richtige Modell zu finden.

Checkt auch unsere Liste der 5 besten Reisezoom Kameras 2016!

Welche Kamera passt zu mir?

In über drei Jahren Weltreise habe ich enorm viel mit verschiedenen Kameras fotografiert und mich immer wieder mit anderen Reisenden intensiv über dieses Thema ausgetauscht. Meine Erfahrungen möchte ich hier mit Dir teilen. Egal ob Einsteiger oder Reisefotograf, diese Testreihe hilft, die richtige Reisekamera für Deine Ansprüche zu finden.

Grundlegend gibt es folgende Optionen:

Dabei hat jedes dieser Modelle seine Vor- und Nachteile. In welcher Kategorie Du Deine Kamera findest, hängt nicht zuletzt von Deinen eigenen Präferenzen ab. Bevor ich in den einzelnen Artikeln detailliert auf die unterschiedlichen Optionen zu sprechen komme, möchte ich hier noch einige grundlegende Faktoren zum Thema Kamera auf Reisen klären.

Ausgesuchte Reisekameras

Was macht eine gute Reisekamera aus?

Von technischer Seite muss die Reisekamera ein Alleskönner sein. Typische Reisefotos sind zum Beispiel: Weitwinkelaufnahmen von Landschaften, Innenaufnahmen ohne Blitz in Museen oder Kirchen, Nahaufnahmen von Pflanzen oder weit entfernten Tieren und natürlich Fotos von uns, unseren Reisepartnern und Menschen, die wir unterwegs treffen.

Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, muss die Kamera ein breites Spektrum abdecken. Wir brauchen einen Weitwinkel für die Landschaften, große Lichtstärke für Innenaufnahmen ohne Blitz, eine große Zoom- und am besten noch eine Makrofunktion. Verwendet man eine Spiegelreflex hat man da schnell 3-4 Objektive dabei.

Hier die wichtigsten technische Anhaltspunkte:

  • Weitwinkelobjektiv (mindestens 28mm)
  • großer Zoombereich bzw. Teleobjektiv (100 – 400mm Brennweite)
  • hochwertiges Objektiv
  • großer ISO-Bereich mit rauscharmen Aufnahmen in den höheren Bereichen
  • guter Akku

Die Anzahl der Megapixel ist mittlerweile zweitrangig. Ab 10 Megapixel reicht die Auflösung für den Druck von A3 oder gar A2 Postern. Für Bilder, die nur auf dem Bildschirm angeschaut werden, reicht sogar eine noch kleinere Auflösung. Zum Vergleich: Ein HD-Fernseher hat gerade mal 2 Megapixel. Der Qualitätsunterschied entsteht vor allem durch eine gute Linse, einen guten Zoom und einen guten Chip. Heutzutage bieten glücklicherweise die meisten Kameras diese Elemente grundlegend an. Natürlich entscheidet dennoch die jeweilige Preisklasse über Unterschiede in Funktionalität, Qualität und Handling – und diese können durchaus erheblich sein.

Nutzen im Reisealltag steht im Mittelpunkt

Neben den technischen Voraussetzungen gibt es aber auch reise-spezifische Faktoren. Folgende Fragen spielen dabei eine große Rolle:

Reisetauglichkeit
Wie schwer ist die Kamera? Lässt sie sich schnell ein- und auspacken? Wie auffällig ist die Kamera? Kann ich auch mal versteckt Fotos schießen und sie vor Dieben verbergen, oder sieht man mir den Touristen schon von Weitem an?

Handling
Wie einfach ist die Bedienung? Wie intuitiv ist das Menü? Wie schnell lassen sich Fotos schießen? Muss ich mir erst eine Anleitung durchlesen oder kann ich direkt mit dem Fotografieren starten?

Da, wie gesagt, die meisten aktuellen Modelle die technischen Hard-Facts erfüllen, werde ich die verschiedenen Kameras vor allem auf den Nutzen im Reisealltag und das Preis-Leistungs-Verhältnis innerhalb der jeweiligen Kategorie hin prüfen. Natürlich werde ich auch erklären, inwieweit Funktionalitäten durch die Kategorie eingeschränkt sind und welches Modell sich besonders für unterschiedliche Anwender eignet. Los geht´s:

2017-09-29T19:15:11+00:00

About the Author:

Sebastian wird von neuem Reise-Equipment magisch angezogen. Natürlich muss es dann gleich ausprobiert werden. Am liebsten dort, wo´s schön ist: Außerhalb der Komfortzone. Dort findet man ihn dann – mit GPS und Machete im Dschungel. Mit Motorrad und Zelt in der Wüste. Mit Kletterequipment auf dem Berg. Oder mit Bus und Kamera auf der Jagd nach dem nächsten Sonnenuntergang.

9 Kommentare

  1. Simon 4. Juni 2014 um 14:54 Uhr- Antworten

    Nach zwei Weltreisen, einmal mit 5D mii und einmal Fuji X-Pro1, hat für mich die Fuji die Nase vorne.

    Der entscheidende Faktor dabei ist für mich, dass sie handlich genug ist, dass ich sie immer dabei habe, das war bei der 5D leider nicht der Fall.

    • Seb 4. Juni 2014 um 15:09 Uhr- Antworten

      Hi Simon!

      Mit geht es mit meiner Spiegelreflex ähnlich. Ich hatte sie drei Jahre dabei, aber sie ist mir einfach zu groß und zu unhandlich. Ich bin mittlerweile auf eine Canon G15 umgestiegen. Es ist Wahnsinn was selbst die Kompakten mittlerweile drauf haben und für noch professionellere Ansprüche gibt es ja dann die DSLMs wie deine Fuji. Meiner Meinung nach brauchen heutzutage nur noch Vollprofis ne große Spiegelreflex auf Reisen. Für alle anderen überwiegen die Vorteile eines kompakteren Modells.

      Viele Grüße
      Seb

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  4. HamburgOnTour 15. November 2016 um 17:46 Uhr- Antworten

    Hallo und danke für den Beitrag,
    beschäftige mich als Reisebegleiter auch gerade mit diesem Thema und für mich habe ich gerade folgedes Ermittelt:
    – Canon 5D Mark IV, zu groß
    – Canon 80D eine Möglichkeit, da ja auch technisch sehr interessant WLAN, CMOS AF und guter Bildsensor.
    – Sony alpha 7 Mark II, sicher gut aber nicht zwingend notwendig, aber auch handlich.
    – Sony alpha 6300, da sehr handlich und Wetterfest, Objekteive von Zeiss wohl gut aber auch teuer.

    Werde mir die 6300 und die 6000 mal näher ansehen. Die 6000 ist ja preislich sehr interessant wie ich finde. Es kann ja auch mal vorkommen, dass sie auf der Reise abhanden kommt.

    • Seb 16. November 2016 um 9:33 Uhr- Antworten

      Hallo,

      DSLMs sind auf jeden Fall eine gute Option, wenn man professionellen Ansprüchen unterwegs gerecht werden will. Ich bin der festen Überzeugung, dass heute außer Vollprofis, niemand mehr eine Spiegelreflex (schon gar nicht mit Vollformat und Objektiven) herum schleppen muss.

      Die Sony Alpha 6000 und die Sony Alpha 6300 sind beide gut – es ist halt wie immer die gleiche Frage: brauche ich das neuste Modell? Aber: neben der verbesserten Bildqualität spricht für mich aber vor allem die Abdichtung gegen Staub- und Spritzwasser für das neue Modell als Reisekamera. Außerdem finde ich das eine gute DSLM mindestens 1000 € kosten muss wenn sie was taugen soll – darunter greife ich nur zu Kompakten. 🙂

      Die Sony Alpha 7 ist natürlich der Kracher, aber ich gebe dir recht: das muss u.U. nicht wirklich sein. Als schöne Alternative zur 6300 kannst du dir nochmal die Olympus OM-D E-M5 Mark II oder die recht sperrige Panasonic Lumix DMC-GH4 anschauen. Letztere ist besonders auch für Videos zu empfehlen.

      Ich hoffe das hilft dir weiter. Ich bin gespannt für welche du dich letztendlich entscheidest!

      VG
      Seb

  5. Janus 4. Dezember 2016 um 20:11 Uhr- Antworten

    Toller Beitrag beschäftige mich gerade selber mit dem Thema. Besonders auch Smartphones und günstigere Reisezoom Kameras mit in die Auswahl zu nehmen, gefällt mir, da sich nicht jeder eine der guten Systemkameras leisten kann/möchte. Alles schön ausgewogen dargestellt!
    Grüße von Janus

  6. Max 3. Juni 2017 um 18:05 Uhr- Antworten

    Wenn man sich über die richtige Reisekamera – ernsthaft Gedanken macht führt wohl kein Weg an der Sony Alpha 7 II vorbei.

    • Seb 14. Juni 2017 um 17:38 Uhr- Antworten

      Hey Max,

      ja, wenn man wirklich professionelle Ansprüche hat, gebe ich dir da vollkommen Recht! 🙂

      Die Alpha steht auch schon lange auf meiner Liste – im Moment sind wir allerdings recht zufrieden mit unserer Sony RX 100 III und dem iPhone für Schnappschüsse. Auch die Bilder für unsere Website schießen wir damit und die Qualität ist eigentlich immer mehr als ausreichend. Einzig mehr Weitwinkel fehlt mir eigentlich bei der RX. Aber das ist in dem Kompakten format ohne Wechselobjektiv eben nicht zu machen. Dafür bräucte man dann doch schon die Alpha mit entsprechendem Objektiv…

  7. Thomas 14. Juni 2017 um 7:13 Uhr- Antworten

    Hallo Sebastian,

    danke für ausführliche Übersicht.
    Vor meiner Weltreise habe ich mich auch lange mit dem Thema beschäftigt. Als wir uns in Thailand gesehen haben, hatte ich noch 5 Kameras dabei. (Systemkamera, Systemkamera für YouTube mit klappbarem Bildschirm, GoPro, Outdoorkamera und Handy). In Neuseeland hat es dann zwei Kameras erwischt.
    Deswegen überarbeite ich meine Ausrüstung gerade auch nochmal und bin wieder bei euch gelandet.
    Vielleicht sieht man sich ja wieder in Thailand.

    Gruß
    Thomas

    • Seb 14. Juni 2017 um 17:52 Uhr- Antworten

      Hey Thomas,

      schön von dir zu hören!
      Ich weiß ja du bist technikverrückt, aber 5 Kameras wären mir echt zu viel. 🙂

      Ich weiß ja jetzt nicht was du für Modelle im einzelnen dabei hast aber mit guter Systemkamera, GoPro und Handy solltest du eigentlich für alle Eventualitäten gerüstet sein.

      Die GoPro kann als Outdoorkamera herhalten und die iPhone Kamera ist mittlerweile wirklich Schnappschuss-tauglich. Aus den beiden Systemkameras kann man doch bestimmt auch eine machen, oder? Ich würde dir ja die Sony RX 100 IV oder V empfehlen aber du brauchst wahrscheinlich die Objektive oder? (mir fehlt auch immer ein bisschen der Weitwinkel)

      Wir sind übrigens gerade wieder in Deutschland auf „Sommerurlaub“ mal sehen wo es uns im Herbst hin verschlägt.

      Liebe Grüße
      Sebastian

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